Was sind Hurricanes !

Was ist eigentlich ein Hurrikan ?

Hurricane Chris

im August 2006

Tropische Wirbelstürme werden auf dem amerikanischen Kontinent Hurrikans genannt. Sie entstehen über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Dazu muss die so genannte "Corioliskraft" vorhanden sein, die durch die Erddrehung entsteht. Beim Hurrikan bewirkt sie, dass sich die Luft um das Zentrum dreht. Ausgelöst wird der Wirbelsturm beispielsweise durch ein Tief oder eine Wellenstörung. Über Land verliert der Hurrikan schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt.

 

Ein tropischer Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn die Windgeschwindigkeit Orkanstärke erreicht (das entspricht mehr als 118 km/h oder Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala). Die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Hurrikans jedoch beträgt lediglich 15-30 km/h, was manchmal mit der Rotationsgeschwindigkeit verwechselt wird. Sie können sich im Durchmesser hunderte Kilometer ausdehnen, dabei wochenlang bestehen und Flächen von tausenden Quadratkilometern verwüsten. Hurrikane entstehen auf der nördlichen Hemisphäre in der Zeit von Mai bis Dezember, die meisten zwischen Juli und September. Die offizielle Saison dauert vom 1. Juni bis zum 30. November.

Saffir-Simpson-Skala Die Einstufungen der Stärken von Hurrikans !

Stärke fünf am gefährlichsten !

Hurricane Wilma 2005

in Pensacola / Florida

Hurrikans werden je nach Windstärke auf einer Skala zwischen eins (119 bis 153 Kilometer pro Stunde) und fünf (schneller als 249 Kilometer pro Stunde) eingereiht. Hurrikans der höchsten Stufe sind extrem gefährlich: Sie decken ganze Dächer ab, entwurzeln auch größere Bäume und sind selbst für fest gemauerte Gebäude gefährlich. Es entstehen meist Schäden, die in die zig Millionen gehen, häufig sind viele Todesopfer zu beklagen.

 

Sommer und Herbst sind Hurrikan-Zeit !

Die Hurrikan-Saison dauert im amerikanischen Pazifik von 15. Mai bis 30. November, im Atlantik von 1. Juni bis 30. November. Die Wirbelstürme eines Jahres werden mit englischen Vornamen in alphabetischer Reihenfolge benannt.

Die Intensität eines Hurricanes !

Durchmesser von einigen hundert Kilometern !

Ein Hurrikan kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das so genannte Auge, eine windstille Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum. Die Luftmassen rotieren rasend schnell entgegen dem Uhrzeigersinn um das Auge des Sturms. Der Sturm selbst bewegt sich hingegen eher gemächlich vorwärts.

Gefahrenzone ist gut berechenbar !

Hurricane Wilma

am 22.10.2005 in Florida

Der Weg eines Hurrikans kann relativ gut vorausberechnet werden. Gefahr für die Menschen entsteht nicht nur durch den Sturm selbst, sondern vor allem durch die Flutwelle und durch Regenfälle. Sie können Überschwemmungen bis weit in das Binnenland auslösen.